Katharina von Dolffs – 2010-11

Katharina von Dolffs, Crossfire, 2011

Katharina von Dolffs, handiwork (Handarbeit), 2011

Katharina von Dolffs, handiwork (Handarbeit), 2011

Ein roséfarbener Nasensockel an der Wand (Nasensockel, 2011), grellkolorierte Eisschollen als Raumdefinitoren, ein Teppich überwuchert mit verschiedensten Messertypen, eine Sammlung selbstgebastelter Ferngläser, teilweise fremdproduzierte Gemälde, in denen sich Rubensfrauen vor neonfarbenem Hintergrund räkeln (A gentle grip, 2011) oder ein Fensterbrett aus porzellanen Händen, die flamboyant in den Himmel greifen (Handarbeit, 2011) – Katharina von Dolffs grenzgängerischen Skulpturen, Bildern, Filmen, Installationen und Objektsammlungen wohnt etwas Humoristisches inne.

Die 1983 in Soest geborene Künstlerin studierte freie Kunst an der HfbK Hamburg bei Jonathan Monk, Andreas Slominski und Jutta Koether und ihr künstlerischer Ansatz steht in naher Verbindung zur Arts and Crafts Bewegung sowie zur US-amerikanischen Konzeptkunst der 60er und 70er Jahre. Ihre Werke entfalten eine Lust an der Irritation, die die Pseudo-Neutralität des White Cube, die Differenzierung zwischen Hoch- und Populärkultur sowie Hierarchien innerhalb der Künste in Frage stellt. Die Übergänge zwischen Kunst und Nicht-Kunst sowie zwischen Wirklichkeit und Inszenierung geraten in Katharina von Dolffs performativen Kunstwerken auf den Prüfstand. Die Atelierstipendiatin von DISTRICT Berlin produziert animistische Werke, die in ihren Worten „den Blick der Betrachterin / des Betrachters erwidern“ und Schnittstellen zu Theater, Literatur und historischen Wendepunkten (Scharmützel bei Meunedonk, 2011) aufweisen.

Katharina von Dolffs (* 1983 in Soest) studierte freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg. 2010 erhielt sie ein Stipendium der Ditze-Stiftung. Sie war Teil von Gruppenausstellungen imim Goldsmith College, London, England (2010), in der Zürcher Hochschule für bildende Künste, Schweiz (2010) sowie in der DAAD Galerie, Berlin (2011).