Klara Hobza – 2011-12

Klara Hobza, The Famous Banana Scene, Filmstill, 2011

Klara Hobza ist eine Künstlerin, deren Skulpturen, Videos, Fotografien, Zeichnungen und Vorhaben vor allem dadurch gekennzeichnet sind, dass sie an etwas Wagemutiges und Obsessives geknüpft sind.

Die künstlerischen Aktionen, die sie vollzieht, sind stets mit einer Kontaktaufnahme und physisch-psychischen Herausforderungen verbunden – sei es der Versuch, über telegrafische Morse-Lichtzeichen mit der New Yorker Bevölkerung in Verbindung zu treten wie in ihrem Projekt Morse Code Communication (An Improved Attempt) (2005), die Initiative The New Millennium Paper Airplane Contest, in der sie mit zahlreichen Teilnehmer_innen Falttechniken für Papierflugzeuge entwickelte oder ihre Türklingelinstallation Prequel (2011) in der Galerie Soy Capitán, in der sie über Lichtsignale mit den Bürgern Berlins kommunizierte.

Viele ihrer künstlerischen Projekte befinden sich an der Schwelle zwischen Kunst und Wissenschaft, zwischen Klamauk und Theorie sowie zwischen subjektiver und kollektiver Erfahrung. Ihr jüngstes Langzeitprojekt Diving through Europe (2010-2035) umfasst einen Tauchgang von der Donau bis zum Schwarzen Meer, für den die 1975 im tschechischen Pilsen geborene Künstlerin seit drei Jahren regelmäßig mit einem Tauchlehrer trainiert. Im März 2012 hat sie begonnen, vom Hook of Holland bis zum Delfskanal in Rotterdam die ersten Strecken zu tauchen.

Klara Hobza (* 1975 in Pilsen, Tschechien) studierte in Deutschland, England und den USA. Sie erwarb 2005 einen Master of Fine Arts an der Columbia University, New York, wo sie bis zu ihrem Umzug nach Berlin im Jahr 2009 lebte. 2010 gewann sie den Ars Viva Preis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft; 2012 war sie Stipendiatin der Stiftung Kunstfonds. Hobza hatte u.a. Einzelausstellungen in der Galerie für Landschaftskunst, Hamburg (2009), in der Galerie Soy Capitán, Berlin (2011) und im Kunstverein Springhornhof, Neuenkirchen (2012).

Weitere Informationen:
Website Klara Hobza