Maude – 2016, I

Maude arbeitet vor allem in den Medien, Fotografie und Film. Ihre künstlerische Praxis ist dabei im besonderem Maße von ihrem Leben in queerfeministischen Communities in Europa und Kanada beeinflusst. Sie hat begonnen diese queeren Lebensweisen im Medium der Fotografie zu dokumentieren (Montréal, May, 2015). Diese inspirierte sie auch über Fragen des Raumes, der Architektur sowie über in ihr manifestierte verborgene Machtstrukturen nachzudenken.

Nach ihrem Bachelor in Fine Arts in Film und Women Studies an der Concordia University in Montreal, realisierte sie daher mit Untitled (2015) ihren ersten Film, der sich mit den Demonstrationen im Gedenken an die zahlreichen vermissten und ermordeten indigenen Frauen in Kanada und gegen ihre strukturelle Unterdrückung 2014 (??) in Montreal beschäftigt. In diesem essayistischen Film geht Maude dem Paradox nach, das im  Besetzen der Straßen in einem besetzten Land liegt und fragt nach der Widerständigkeit dieses Akts darstellt. Das aktuell von Maude verfolgte Projekt, dem sie während ihres Atelierstipendiums bei District nachgehen möchte, ist ein queerfeministischer antikolonialer DIY-Science-Fiction-Film, der den üblichen sci-fi Narrativen, die so oft auf Kolonialismus und Imperialismus beruhen, entgegenarbeiten soll.