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Kunst- und Kulturförderung

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THE FORGOTTEN PIONEER MOVEMENT - GUIDEBOOK

02 Okt 2014 - 31 Dez 2018

The Forgotten Pioneer Movement Guidebook ist ein Begleitbuch zum gleichnamigen interdisziplinären Performance- und Ausstellungsprojekt, das Neubetrachtungen der (post-)sozialistischen Erfahrung vornimmt. 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer beschäftigt sich The Forgotten Pioneer Movement mit der letzten Generation, die in der Auflösungsphase des Kalten Krieges, der Perestroika, und den 1990er Jahren des ,pOst-Westlichen‘ Europas aufgewachsen ist. Als fiktionale Bewegung erprobt TFPM Formen der kulturellen Erinnerung und ermittelt die gesellschaftlichen Perspektiven dieser Generation. Das Guidebook zum Projekt verhandelt Strategien und Diskurse aus visueller wie darstellender Kunst, Geschichtswissenschaft und Kulturtheorie, um sich der von der Kunsthistorikerin Edit András beobachteten „zurückliegenden Zukunft“ als einer paneuropäischen Erfahrung unabhängig von geopolitischen Klassifizierungen zu nähern. Auf 120 Seiten wird anhand von theoretischen und künstlerischen Beiträgen eine Neuverknüpfung jener entfernten Zukunft mit der Gegenwart formuliert.

Neben einem Vorwort der TFPM Initiatorinnen Ulrike Gerhardt und Susanne Husse, das in den performativen Rekonstellationen vergangener Worte, Bilder und Gesten singuläre Zeugnisse ,pOst-Westlicher‘ Zeitgenossenschaft diagnostiziert, werden insgesamt neunzehn Künstlerinnen, Künstler und Kollektive anhand von Kurztexten vorgestellt. Die Erfahrung der ‘Post-Soviet Children‘, wie die Kunsthistorikerin Ieva Astahovska die Mitglieder jener Generation bezeichnet, ging bislang nur partiell in den post-sozialistischen Diskurs ein. Die zwei Essays desGuidebooks von Ieva Astahovska und Ana Bogdanovic, ebenfalls Kunsthistorikerin, führen aus, dass wir uns weiterhin inmitten der Herstellung (post-)sozialistischer Geschichte befinden. Astahovskas Essay „Socialist past between history, imaginary memories and cabinet of curiosities“ beschreibt die gegenwärtige Kondition post-sozialistischer Geschichtsschreibung aus kunsthistorischer Perspektive. Anhand von Bezügen aus Geschichtsphilosophie, zeitgenössischer Ausstellungsgeschichte und Soziologie, geht Ana Bogdanovic in ihrem Essay „Generation as a framework for historicizing the socialist experience in contemporary art“ der Frage nach, warum das Modell der Generation im Narrativ der post-sozialistischen Kunst zum jetzigen Zeitpunkt auftaucht.

Das Guidebook erscheint begleitend zum Performance- und Ausstellungsprojekt The Forgotten Pioneer Movement bei District und an verschiedenen Orten Berlins vom 02.10. bis 29.11.2014 in englischer Sprache.


Herausgeberinnen: Ulrike Gerhardt, Susanne Husse
Autor_innen: Ieva Astahovska, Ana Bogdanovic, Daniel Falb, Andrea Caroline Keppler, Snejana Krasteva, Natalia Raaben, Anna Sabrina Schmid
Lektorat: Kate Whitebread
Layout: Pieterjan Gandry

110 x 170 mm, Softcover
120 Seiten mit zahlreichen s/w-Abbildungen
in englischer Sprache

Textem Verlag 2014

Preis: 8 Euro

Bestellen unter: post@district-berlin.com