The Forgotten Pioneer Movement – Guidebook

Herausgeberinnen: Ulrike Gerhardt, Susanne Husse

Images: Modem Studio

Veröffentlicht im Oktober 2014 im Rahmen von The Forgotten Pioneer Movement

Autor*innen: Ieva Astahovska, Ana Bogdanovic, Daniel Falb, Andrea Caroline Keppler, Snejana Krasteva, Natalia Raaben, Anna Sabrina Schmid

Künstler*innen: Lina Albrikienė, Ēriks Apaļais, bankleer, [BLOK], Mitya Churikov, CORO collective, Kasia Fudakowski, Nicu Ilfoveanu, Wilhelm Klotzek & David Polzin, Snejana Krasteva & Peter Tzanev, Kate Krolle & Maya Mikelsone, Marina Naprushkina, Rasa Navickaitė, Alexandra Pirici (& Mădălina Dan, Farid Fairuz, Manuel Pelmuş), Marta Popivoda, Claudia Rößger, Elske Rosenfeld, Anna Till & Juliane Schmidt, SKILLS, VIP, ŽemAt (Agnė Bagdžiūnaitė, Domas Noreika, Eglė Ambrasaitė, Aušra Vismantaitė, Noah Brehmer, Eglė Mikalajūnė)

Lektorat: Kate Whitebread

Layout: Pieterjan Gandry

Softcover
120 Seiten mit zahlreichen s/w-Abbildungen
in englischer Sprache
Textem Verlag 2014

The Forgotten Pioneer Movement Guidebook ist ein Begleitbuch zum gleichnamigen interdisziplinären Performance- und Ausstellungsprojekt, das Neubetrachtungen der (post-)sozialistischen Erfahrung vornimmt. 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer beschäftigt sich The Forgotten Pioneer Movement (TFPM) mit der letzten Generation, die in der Auflösungsphase des Kalten Krieges, der Perestroika, und den 1990er Jahren des „pOst-Westlichen“ Europas aufgewachsen ist. Als fiktionale Bewegung erprobt TFPM Formen der kulturellen Erinnerung und ermittelt die gesellschaftlichen Perspektiven dieser Generation.

Das Guidebook zum Projekt verhandelt Strategien und Diskurse aus visueller wie darstellender Kunst, Geschichtswissenschaft und Kulturtheorie, um sich der von der Kunsthistorikerin Edit András beobachteten „zurückliegenden Zukunft“ als einer paneuropäischen Erfahrung unabhängig von geopolitischen Klassifizierungen zu nähern. Auf 120 Seiten wird anhand von theoretischen und künstlerischen Beiträgen eine Neuverknüpfung jener entfernten Zukunft mit der Gegenwart formuliert.

Neben einer Einleitung der TFPM-Initiatorinnen Ulrike Gerhardt und Susanne Husse, die in den Rekonstellationen vergangener Worte, Bilder und Gesten singuläre Zeugnisse „pOst-Westlicher“ Zeitgenossenschaft diagnostiziert, werden 19 Künstler*innen und Künstlerkollektive in Kurztexten vorgestellt. Die Erfahrung der „Post-Soviet Children“, wie die Kunsthistorikerin Ieva Astahovska die Mitglieder jener Generation bezeichnet, ging bislang nur partiell in den post-sozialistischen Diskurs ein. Zwei Essays im Guidebook führen aus, dass wir uns weiterhin inmitten der Herstellung (post-)sozialistischer Geschichte befinden. Während Ieva Astahovskas Essay „Socialist past between history, imaginary memories and cabinet of curiosities“ die gegenwärtige Kondition post-sozialistischer Geschichtsschreibung aus kunsthistorischer Perspektive beschreibt, geht die Kunsthistorikerin Ana Bogdanovic in ihrem Essay „Generation as a framework for historicizing the socialist experience in contemporary art“ anhand von Bezügen aus Geschichtsphilosophie, zeitgenössischer Ausstellungsgeschichte und Soziologie der Frage nach, warum das Modell der Generation zum jetzigen Zeitpunkt im Narrativ der post-sozialistischen Kunst auftaucht.

Das Guidebook erscheint in englischer Sprache begleitend zum Performance- und Ausstellungsprojekt The Forgotten Pioneer Movement, das vom 02.10. bis 29.11.2014 bei District und an verschiedenen Orten Berlins stattfindet.

 

120 Seiten
110 x 170 mm
ISBN: 978-3864850851

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€ 8


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