MEMORY CARE

04/03/2020 — 27/08/2020

Veranstaltungsreihe mit Gesprächen, Filmprogramm, Workshops, Lesung, Performance und Konzert

4. März bis 27. August 2020

Ein Projekt von Nuray Demir und Andrea Caroline Keppler

In der offiziellen Geschichtsschreibung zur friedlichen Revolution 1989 und der deutsch-deutschen Vereinigung 1990 dominiert immer noch eine mehrheitsdeutsche Perspektive, in der Migrationsgeschichte keine Rolle spielt. Ausgehend von dieser historischen Leerstelle möchten wir den 60. Jahrestag der westdeutschen Anwerbeabkommen mit Griechenland und Spanien (1960) und der Türkei (1961) sowie den 40. Jahrestag des bilateralen Vertrages zwischen der DDR und Vietnam (1980) zum Anlass nehmen, um intersektionale Erinnerungskultur*en zu versammeln, die der postmigrantischen Gesellschaft gerecht werden.

Die Veranstaltungsreihe Memory Care verstehen wir als Versuch, dem herrschenden Narrativ intersektionale Erinnerungs*kulturen entgegenzusetzen und die Geschichten von Arbeitsmigrant*innen sowie auch anderer marginalisierter Akteur*innen nachzuzeichnen. Mit ihren ganz unterschiedlichen Protest- und Widerstandsformen haben sie wichtige Pionier*innenarbeit geleistet und ein empowerndes Vermächtnis hinterlassen, das nach wie vor von großer Relevanz ist. Dieses Vermächtnis möchten wir sichtbar machen.

Dazu versammeln wir Zeitzeug*innen, Arbeiter*innen, Aktivist*innen, Künstler*innen, Theoretiker*innen, Forscher*innen und andere Akteur*innen, um aus ihren geteilten Erfahrungen heraus gemeinsame Verbindungslinien aufzuzeigen, neue Bündnisse zu schaffen und bestehende Allianzen zu stärken.

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

 

PROGRAMM

4. März 2020,  17-20 h
Celebrating. Striking. Keep On Fighting: Feministische Kämpfe gestern und heute
Protestbanner-Workshop für den Frauen*kampftag am 8. März mit Besuch der Ausstellung Labor 89 im FHXB Museum mit einer Einführung von Nicola Lauré al-Samarai / Ko-Kuratorin der Ausstellung