MYSTI: I am not sulking I am honoring your limitations

— 16/07/2019

MYSTI, I Am Not Sulking, 2019

Performance von MYSTI

16. Juli 2019
19:30 h

MYSTI wird bei District Berlin zum Anlass der Veröffentlichung ihrer Publikation eine Einleitung zu I AM NOT SULKING I AM HONORING YOUR LIMITATIONS performen. I AM NOT SULKING ist das erste Künstler*innenbuchprojekt von MYSTI, in dem sie in Form einer Novene (ein Gebet, das im Laufe von 9 Tagen gebetet wird und sich üblicherweise an Seelen richtet, die lauwarm geworden sind) Machtverhältnisse im Zeitalter des Nationalismus als Religion Europas, Schweigen als gewaltsame Ablehnung immer wortreicherer Modernitäten und ihre eigene Zuwendung zur Kunst als ökonomisch bedingten Therapieersatz verhandelt. Die Publikation ist zum Kauf für 10 Euro erhältlich, der Eintritt zur Performance kostenlos.

Seit Master’s Tool: Is Unpaid Labor Feminist Practice?, ihrer ersten Performance in Berlin 2014, hat MYSTI sich unter anderem mit klassenbasierten Machtstrukturen innerhalb künstlerischer Produktion, Politiken der Gemeinschaft, Identität als Medium sowie mit affektiven Realitäten rund um Modelle der Kunstarbeit innerhalb kapitalistischer Systeme beschäftigt. Ihre Texte finden sich auf https://holdmyhairback.wordpress.com/.

Sie trat unter anderem im nGbK Berlin, im Kunstverein Nürnberg und in der Pogo Bar/KW Institute for Contemporary Art auf. Im Anschluss an ihre Performance bei District Berlin wird sie mit der Künstlerin Vika Kirchenbauer Dialog performen.

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe des neu gegründeten ProgrammKollektivs. Die Reihe versammelt Perspektiven, die das ProgrammKollektiv als wichtige Anreize zum Austausch über zukünftiges künstlerisches und politisches Handeln innerhalb und jenseits von District * Schule ohne Zentrum versteht. Das ProgrammKollektiv besteht aus Andrea C. Keppler, Ferdiansyah Thajib, Fine Freiberg, Naomi Hennig/Nino Halka, Nastaran Tajeri-Foumani, Nine Eglantine Yamamoto-Masson, Nuray Demir, Peggy Piesche, Suza Husse, Verena Melagarejo Weinandt und Vika Kirchenbauer.