Simone Aughterlony & Jen Rosenblit: Everything Fits In The Room

19/01/2017 — 22/01/2017

Simone Aughterlony & Jen Rosenblit, Everything Fits In The Room, Performance, 2017, Photo: Jorge León

Im Rahmen des Festivals Utopische Realitäten – 100 Jahre Gegenwart mit Alexandra Kollontai

Performance

Konzept / Performance: Simone Aughterlony & Jen Rosenblit

19., 20., 21., 22. Januar 2017, 20 h, 60-90 Min.

Tickets: 15 / 10 Euro
erhältlich im Vorverkauf über das HAU Hebbel am Ufer und an der Abendkasse

Inspiriert von der sowjetischen Revolutionärin und Feministin Alexandra Kollontai (1872–1952) navigieren Aughterlony und Rosenblit aktuelle Formen feministischer Politik jenseits von Manifesten. Die Beschäftigung mit der Phänomenologie von Utopien führt uns zu einer ihnen eingeschriebenen Polemik: Möglicherweise wird nicht alles auf dem vorgesehenen Hauptweg gelingen. Mitten im Raum steht eine Wand, an der sich verschiedene Materialien unterschiedlich befestigen und anordnen lassen. Zerstoßene Muskatnüsse und Tannennadeln werden zur sinnlichen Verlockung. Rhythmische Zauberkräfte befeuern den Versuch, die Zutaten trotz ihrer Unbeherrschbarkeit zu ordnen. Handelt es sich hier um eine Kochshow oder eine Baustelle? Der Raum eröffnet einen neuen, weiten Horizont und fördert durch Risse und Spalten in der Architektur des Versammlungsortes störende Praktiken.

Everything Fits In The Room ist Teil des Festivals Utopische Realitäten – 100 Jahre Gegenwart mit Alexandra Kollontai, das nach der Aktualität politischer und künstlerischer Entwicklungen fragt, die nach den Russischen Revolutionen 1917 für wenige Jahre möglich geworden waren. Welche Bedeutungen haben die damaligen Utopien und erscheinen viele dieser vergangenen Ideen nicht auch im Heute noch zukünftig? Die Arbeit, Schriften und das Leben Alexandra Kollontais sind hier produktive Inspiration, um den Abstand zur Vergangenheit zu vermessen und durch den Blick zurück die gegenwärtige Gesellschaft in ihrer politischen Form zu verstehen und eigene Positionierungen zu aktualisieren. Sie machte den Körper, die Liebe und die Sexualität zum politischen Thema und entwickelte neue Modelle der Familien- und Erziehungspolitik.

Komposition / Klangkörper: Miguel Gutierrez, Colin Self; Gast-Performance: Sheena McGrandles; Licht-Installation: Florian Bach; Musik Küche Skulptur: Nik Emch; Dramaturgische Beratung: Jorge León, Joshua Lubin-Levy, Anna Mülter, Saša Bozic; Technische Leitung: Marie Prédour; Produktionsassistenz: Dagmar Bock; Produktionsleitung: Sina Kießling; Administration: Karin Erdmann; Diffusion: Alexandra Wellensiek; Erste Klangrecherche: Tami T.

Eine Auftragsarbeit und Koproduktion des HAU Hebbel am Ufer; Produktion: Verein für allgemeines Wohl; Koproduktion: Gessnerallee Zürich, Arsenic Lausanne; Unterstützt durch: Stadt Zürich, Kanton Zürich Fachstelle Kultur und Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Tanzhaus Zürich, ImpulsTanz Wien, Ernst Göhner Stiftung, Fête de la Danse – Genf; Uraufführung im Rahmen von Utopische Realitäten; Eine Koproduktion von HAU Hebbel am Ufer und Haus der Kulturen der Welt im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart, kuratiert von HAU Hebbel am Ufer; Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mit freundlicher Unterstützung durch District Berlin.

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