D’EST

21/02/2018 — 31/12/2020

Ana Hušman, Ručak, (Lunch), 2008. 4:3, Video Still, Single-Channel Video, Stereo Sound, Colour, 16’40’’

A Multi-Curatorial Online Platform for Video Art from the Former „East“ and „West“

Im Frühjahr 2018 lancierte District Berlin die zeitgenössische Online-Videokunstplattform D’EST: A Multi-Curatorial Online Platform for Video Art from the Former „East“ and „West“, die bis Jahresende 2020 online zugänglich sein wird. Nach einem Prolog unter der Überschrift O’ Mystical East and West im Winter 2016, bildet ein kuratorischer Recherche-Summit mit öffentlichem Rahmenprogramm im April den Auftakt des von der Kulturwissenschaftlerin Ulrike Gerhardt initiieren Projekts. Im Anschluss werden über den Zeitraum von Juni bis Dezember 2018 insgesamt sechs Screening Kapitel, die die postsozialistische Transformation entlang thematischer Schwerpunkte aus postgeografischer, horizontaler und genderkritischer Perspektive reflektieren, online veröffentlicht. In Zusammenarbeit mit fünfzehn Kurator_innen, fünfzig Künstler*innen und weiteren kulturellen Expert*innen öffnet sich D’EST für eine Kartografierung künstlerischer Formen von Geschichtsschreibung, insbesondere von weiblichen* und kollektiven Produzent*innen.

Die Frage, was die Transformationsphase als paneuropäische oder gar globale Kondition für die Gegenwart bedeutet, ist bis heute unzureichend beantwortet worden. Der Titel D’EST (eng.: From the East) ist dem gleichnamigen Werk der kürzlich verstorbenen Filmemacherin Chantal Akerman aus dem Jahre 1993 entliehen. Es gilt als ein sensibler, filmischer Travelogue der Transformation, in dem die Tochter polnischer Holocaust-Überlebender emblematische Bilder wartender und innehaltender Menschen kurz nach Ende des Kalten Kriegs einfängt. Die künstlerischen Auseinandersetzungen mit Zeit, Sprache und Semantik, Korpofiktionalität und urbanen Verjüngungspraktiken, indexikalischen Leseübungen, Retro-Utopien und postgenetischen Wahlfamilien sind Gegenstand der sechs kuratierten Screening Kapitel. Die verantwortlichen Kuratorinnen sind Kathrin Becker, Eva Birkenstock, Miona Bogović, Ulrike Gerhardt, Naomi Hennig, Suza Husse, Nataša Ilić, Bettina Knaup, Katja Kobolt, Inga Lāce, Suzana Milevska, Xandra Popescu, Jana Seehusen, Creative Association of Curators TOK (Anna Bitkina & Maria Veits), und Jelena Vesić.

An fünf Terminen im Jahr 2018 – im Juni, September, Oktober, November und Dezember – werden die sechs Screening Kapitel in Partnerinstitutionen in Deutschland (Düsseldorf), Russland (Moskau) und Polen (Poznan) und bei DISTRICT Berlin vorgestellt. In Kooperation mit verschiedenen Online-Magazinen und Blogs, die jedes Kapitel begleiten, werden am Tag nach jedem Screening die Videoarbeiten sowie die kuratorischen Begleittexte auf der D’EST Videokunstplattform gelauncht.

Am 21. Februar 2018 ging die Videokunstplattform mit ersten Infos zu den Screening Kapiteln und Kurator*innen online. Alle Videoarbeiten des Kapitels D’EST Prolog: O’ Mystical East and West sowie zugehörige Texte sind dann bereits zugänglich. Die von Modem Studio programmierte Webseite dient als Kunstraum, Recherchetool und Informationsquelle für Kunstliebhaber*innen, institutionelle und freie Kurator*innen, Künstler*innen, Historiker*innen, Journalist*innen und Kritiker*innen. Um alle Inhalte der Webseite anschauen zu können, müssen sich die Besucher*innen persönlich registrieren.

Bei Interesse an unserem Projekt besuchen Sie und registrieren Sie sich auf unserer Webseite unter www.d-est.com und melden Sie sich für den regelmäßigen Newsletter unter info@d-est.com an.

D’EST: A Multi-Curatorial Online Platform for Video Art from the Former „East“ and „West“ wurde von Ulrike Gerhardt bei DISTRICT Berlin initiiert, D’EST ist ein Projekt in Kooperation mit dem Moscow Museum of Modern Art (MMOMA) und dem Goethe Institut Moskau, dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, der Filmwerkstatt Düsseldorf, der Galeria Miejska Arsenał, Poznan und dem n.b.k. Video-Forum.

Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei von Berlin – Kulturelle Angelegenheiten.