„Picking out images from my soul’s eye“

04/03/2021 — 17/04/2021

Sophie Utikal, Curando // Catching my own tears, 2020, Foto: Joanna Legid

Karen Michelsen Castañón, Inscribed, 2020, © Karen Michelsen Castañón

Imayna Caceres, Roots in the Dark: Cosmovision Linked By The Identical Pace Of Our Livingness, 2019 © Imayna Caceres

Verena Melgarejo Weinandt Interfaces_Entretelas I, 2017 © Verena Melgarejo Weinandt

Canción Caníbal, one-channel video, 2020

**Aufgrund der aktuellen Covid-19-Maßnahmen bleibt District und die Ausstellung bis auf Weiteres geschlossen. Informationen zu digitalen Angeboten folgen.**

Understanding Gloria E. Anzaldúa through Artistic Practices 

Ausstellung

mit Arbeiten von Paloma Ayala, Imayna Caceres, El Boum (Jasmina El Bouamraoui), Verena Melgarejo Weinandt, Karen Michelsen Castañón, Naomi Rincón Gallardo, Nicole Suzuki, und Sophie Utikal

Kuratiert von Verena Melgarejo Weinandt in Zusammenarbeit mit Alexandra Hernández Ceaicovscaia und Andrea C. Keppler

4. März – 17. April 2021

Ausgangspunkt für die Ausstellung „Picking out images from my soul’s eye“ ist die Übersetzung des Buches Borderlands/ La Frontera: The New Mestiza von Gloria E. Anzaldúa ins Deutsche. Anzaldúa (1942-2004) beschrieb sich selbst als „Chicana, tejana, aus der Arbeiterklasse, dyke-feministische Dichterin, Autorin-Theoretikerin“. Als eine wichtige Vorreiterin für dekoloniale Kritik und Queer Theory aus der Perspektive von women of color ist sie im deutsch- und mehrsprachigen Raum eine noch immer deutlich unterrepräsentierte Stimme.

Neben der sprachlichen Übersetzung eines ihrer wichtigsten Werke, widmen wir uns mit der Ausstellung auch einem anderen Übersetzungsprozess. Wir nähern uns Anzaldúa aus unterschiedlichsten künstlerischen Perspektiven und suchen jenseits der sprachlichen Ebene Verbindungen, die es erlauben ihr Schaffen mit uns und den verschiedenen Lebensrealitäten, in denen wir uns bewegen, zu verknüpfen.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an künstlerischen Positionen, die auf Anzaldúas Schaffen aufbauen, darauf Bezug nehmen, sich davon inspirieren und bewegen lassen, um die eigene künstlerische Praxis, das eigene Denken und Schaffen mit sich und der Welt in Beziehung zu setzen.

Als Theoretikerin und Poetin, die aus ihrer eigenen Marginalität heraus Wissen produzierte und selbst auch immer nach Möglichkeiten suchte jenseits der sprachlich-theoretischen Ebene Wissen anzuerkennen und damit zu arbeiten, basierte Anzaldúa ihre Methode der Wissensproduktion auf kreativen und spirituellen Prozessen der Bildgenerierung und sprach der künstlerisch kreativen Praxis eine zentrale Rolle für dekoloniale Transformations- und kollektive Heilprozesse zu.

Auch wir nehmen die in der Ausstellung versammelten künstlerischen Positionen als Wissensproduzent*innen ernst. Für uns machen diese Wissen über Anzaldúa auf besondere Weise zugänglich und zeigen aus verschiedenen Perspektiven heraus auf, wie sie mit und durch Anzaldúa sich selbst und ihre Wirklichkeiten beschreiben, freilegen und transformieren.

 

Die Ausstellung ist Teil von Wissen über Brücken – Conocimiento sobre puentes, ein Projekt von  Verena Melgarejo Weinandt und District*Schule ohne Zentrum. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.